Der Bussard
Ich habe schon oft an einem schönen Tag mit den Hunden im Gras gelegen und sie am Himmel kreisen sehen und dann so bei mir gedacht "gigantisch". Ihre Federn sammle ich mit Vorliebe. Es gibt kein Auto in dem keine Federn von ihnen sind. So fasste ich den Gedanken, ich möchte ihnen mal ganz nahe sein und sie für eine Zeit begleiten. Der Winter ist, so dachte ich eine gute Jahreszeit dafür und so machte ich mich auf die Suche nach einem schönen Gebiet. Als ich mit den Hunden unterwegs war sah ich auf einem Feld einen Schwarm Finken ca. 1000, nein ich übertreibe nicht. Es dauerte nicht lange und der erste Bussard tauchte auch schon auf. Dieser riesen Schwarm Finken machte ihn rasend, denn er hatte Hunger. Für mich war klar, die Stelle ist geeignet, hier baust Du dir deinen Unterstand. Wer glaubt er macht mal auf die schnelle ein paar Fotos und das wars, der hat sich getäuscht. Sie sind scheu, super vorsichtig und immer auf Sendung. Aber auch ich lernte von ihnen. Meine Tarnung wurde immer besser und so entstanden Fotos von denen ich nicht zu träumen gewagt hätte. Ich habe mir oft die Frage gestellt ob sie es wenigstens ahnen, dass ich sie fast streicheln kann. Ich habe bis heute keine Antwort darauf bekommen. Ansitzfotografie besonders im Winter ist ein hartes Brot. Ich habe oft nach 2 Stunden gedacht meine Füße sind überhaupt nicht mehr da. Die Rettung war abends die Badewanne und ich mußte an die Bussarde denken die weiterhin in der Kälte sein mußten. Ich habe sie oft zittern sehen, gerade wenn es minus 10 grad oder noch kälter waren. Auf diese Fotos bin ich ganz besonders stolz. Sie sind Wildlife und ich habe sie mir hart erarbeitet.
Update 11 Januar 2011
Tauwetter hat eingesetzt und der Schnee ist verschwunden. Obwohl die Nächte noch recht kalt sind ist es am Tag bis zu 10 Grad über null. Die Natur fängt dann sofort wieder an zu Leben. In meinem Unterstand sind die ersten Fliegen und Spinnen unterwegs. Ich habe seit einer Woche einen Freund der es sich bei mir gemütlich macht. Eine Rötelmaus hat Geschmack an meinen Broten gefunden und wir teilen natürlich wie es sich unter guten Freunden gehört. Am meisten freut es mich das die Bussarde wieder Nahrung finden. Würmer, Schnecken und auch die eine oder andere Maus stehen wieder auf dem Futterplan. Es wird immer schwieriger sie zu fotografieren, da sie permanent auf der Jagd sind.Ich freue mich mit ihnen, denn das Frieren und Hungern hat erst mal ein Ende. Ich habe insgesamt 16 verschiedene Bussarde gesehen und fotografiert,unglaublich das hätte ich nie für möglich gehalten. Obwohl ich immer etwas vor der Linse hatte und nie ohne Fotos nach Hause gegangen bin, war für mich das allerwichtigste all diese Dinge gesehen und erlebt zu haben. Eine unglaublich tolle Zeit die ich nicht mehr missen möchte.







































































